Banff Nationalpark im Sommer: Wandern in den Rocky Mountains

Banff Nationalpark im Sommer: Wandern in den Sunshine Meadows

 

 

Der Banff Nationalpark in Alberta ist der ältestes Nationalpark Kanadas. Die Bilder von den türkisblauen Seen mitten in den Rocky Mountains sind weltbekannt und so steht der Banff Nationalpark sicher auf vielen Bucket Lists. Das touristische Zentrum des Nationalparks ist die Ortschaft Banff, hier trifft man Menschen aus aller Welt, aber kaum einen Kanadier, und ein Souvenirshop reiht sich an den nächsten. Trotzdem ist der Ort ein guter Ausgangspunkt, um den Nationalpark zu erkunden. Grade wer ohne Auto unterwegs ist, sollte hier übernachten, da die Anbindung von Banff zu allen Sehenswürdigkeiten des Nationalparks ideal ist.

Wandern im Banff Nationalpark

Wer mich kennt, der weiß, dass ich die Berge liebe. Im Sommer, wie im Winter. Skifahren kann man im Banff Nationalpark sicherlich auch wunderbar, aber da wir im Sommer dort waren, kann ich das nicht bewerten. Generell sollte man sich beim Wandern im Nationalpark darüber bewusst sein, dass man die vorgegebenen Wege nicht verlassen darf. Natürlich gehe ich auch lieber Wege auf denen ich alleine bin und suche mir meine eigene Route. Aber bei den vielen Touristen geht der Schutz der Natur definitiv vor.

 

Banff Nationalpark im Sommer: Bow Falls und Surprise Corner

Banff Nationalpark im Sommer: Foto-Spot Surprise Corner mit Blick auf das Fairmont Springs Hotel

 

Kleine Wanderungen rund um Banff

Um uns am ersten Tag ein bisschen von der vergangenen Reise zu erholen, haben wir uns erstmal Banff angeguckt, sind durch die Einkaufsstraße geschlendert und anschließend zu den Bow Falls gelaufen. Wenn ihr aus der Stadt kommt, müsst ihr einfach nur dem Bow River nach links folgen. Bis zu den Wasserfällen ist es dann nicht mehr wirklich weit. Von dort aus kann man direkt in den Wald hinein, einen kleinen Berg hinauf zum Fairmont Springs Hotel laufen, dem wohl bekanntesten Hotel des Banff Nationalparks. Das Hotel ist allerdings nicht wirklich spannend, viel schöner ist es, dieses von der gegenüberliegenden Seite des Flusses zu betrachten. Der berühmte Foto-Spot wird Surprise Corner genannt. Er liegt direkt an der Straße, aber der Blick auf das Fairmont Springs, welches fast ein bisschen wie eine alte Burg aussieht, ist den nicht ganz so schönen Weg trotzdem wert.

 

Banff Nationalpark im Sommer: Lake Louise

Banff Nationalpark im Sommer: Big Beehieve

 

Wanderungen beim Lake Louise und der Big Beehive

Der Lake Louise ist der wohl bekannteste und sicherlich auch der meist fotografierteste See des Banff Nationalparks. Aus diesem Grund sind wir früh aufgestanden und haben den allerersten Shuttle Bus genommen, um noch einigermaßen alleine am See zu sein. Wir waren um halb 9 da und natürlich trotzdem nicht mehr die ersten. Später am Nachmittag wurde es aber nochmal wesentlich voller, sodass sich das frühe Aufstehen trotzdem gelohnt hat.

Vom Lake Louise führt ein Wanderweg hoch zum Lake Agnes und dem Tea House. Die Strecke geht fast nur durch den Wald und ist natürlich auch wieder gut besucht. Auf dem Weg kommt man noch am Mirror Lake vorbei, in welchem sich ganz wunderbar die Bäume spiegelt. Der Lake Agnes ist nicht ganz so hellblau wie der Lake Louise, eher dunkeltürkis, aber trotzdem total schön. Hier ist auch das Tea House, ein kleines Gasthaus und durch die ganzen essenden Touristen werden lauter Squirrels angelockt.

Die meisten Touristen wandern nur bis zu diesem Punkt, aber es lohnt sich definitiv weiter zu gehen. Der Aufstieg zum Big Beehieve ist nochmal ziemlich anstrengend, aber der Blick den ihr von dort oben auf den Lake Louise haben werdet, entschädigt die Anstrengung sofort. Vom Big Beehieve führt ein weiterer Weg durch den Wald wieder runter zum Lake Louise.

 



Banff Nationalpark im Sommer: Moraine Lake

Banff Nationalpark im Sommer: Kanufahren auf dem Moraine Lake

Banff Nationalpark im Sommer: Moraine Lake

 

Moraine Lake als Foto-Spot

Der Moraine Lake ist ein weiteres wunderbares Fotomotiv und wird oft als Geheimtipp empfohlen. Grade die Einheimischen sagen sogar, dass er viel schöner ist als der Lake Louise. Hier ist es wesentlich ruhiger. Es sind natürlich auch Touristen unterwegs, aber mit den Massen am Lake Louise ist es nicht zu vergleichen. Im Wasser liegen fast weiße Baumstämme, welche als wunderbares Fotomotiv dienen und ein steiniger Berg kann erklommen werden. Wir sind ein Stück den See entlang gelaufen und haben an einem ruhigen Plätzchen, direkt am Wasser eine Pause gemacht.

Eine Stunde bevor der letzte Shuttle zurück nach Banff fuhr, haben wir uns doch noch dazu entschieden ein Kanu zu mieten. Die Kanus am Moraine Lake kosten 100 Dollar pro Stunde, was definitiv völlig überteuert ist. Es ist wirklich schön mitten auf dem hellblauen See zu sein, aber wirklich wert ist es das viele Geld eigentlich nicht. Das Foto in dem Kanu ist also definitiv das teuerste Bild, was ich jemals gemacht habe.

Banff Nationalpark im Sommer: Wandern in den Sunshine Meadows

Banff Nationalpark im Sommer: Wandern in den Sunshine Meadows

 

Wandern in den Sunshine Meadows

Die Sunshine Meadows sind eine wunderbare Abwechslung zu all den Seen. Hier ist es wesentlich ruhiger, weitläufiger und einfach perfekt zum Wandern. Es gibt einen Shuttle von Banff Town zur Gondelstation für 12 Dollar und das Tageticket für die Gondel und einen weiteren Sessellift kostet 35 Dollar. Genaue Infos und die Zeitpläne findet ihr hier.

In den Sunshine Meadows erwarten euch wunderschöne lila Blumenwiesen eine eine traumhafte Seenlandschaft. Hoch oben auf den Bergen ist es eben doch noch einmal ganz anders, als unten in den Wäldern. Wir haben uns hier den ganzen Tag Zeit genommen und sind wirklich alle offenen Trails abgelaufen. Es hat sich definitiv gelohnt!

 



Banff Nationalpark im Sommer: Wandern in den Sunshine Meadows

Banff Nationalpark im Sommer: Wandern in den Sunshine Meadows

 

Hier findet ihr weitere Informationen zu Wanderungen und anderen Aktivitäten im Banff Nationalpark.

Unter dem #maixcanada findet ihr alle meine Bilder von unserer Kanadareise auf Instagram.

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  1. Julia sagt: / 13. September 2017

    Ach du meine Güte, ich hab mich schockverliebt. In die Natur, deine Bilder, einfach alles. Wunderschön!
    Danke für teilen! (auch wenn ich jetzt schlimmes Fernweh habe, haha)

    Liebe Grüße,
    Julia

    1. Mai sagt: / 13. September 2017

      Danke für deine lieben Worte, das freut mich wirklich sehr.
      Und mit dem Fernweh bist du nicht alleine…

  2. Pauline sagt: / 13. September 2017

    Oh wenn ich deine Bilder sehe macht es mich ganz traurig wie lange meine Reise nach Kanada schon wieder her ist… Die Zeit vergeht so schnell!
    Die Fotos sind wirklich der Wahnsinn geworden und ich wünschte ich hätte mich damals schon mehr mit dem Thema befasst und nicht „nur“ normale Landschaftsbilder geschossen 😀
    Ich war damals auch am Lake Louise und Moraine Lake und beide sind so so schön und man sollte sie wirklich einmal gesehen haben, wenn man in der Nähe ist!
    Wirst du noch nach Vancouver gehen bzw. warst du schon dort? Ich bin persönlich so in diese Stadt verliebt! <3

    Ganz liebe Grüße und noch viel Spaß auf deinem Trip!
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

    1. Mai sagt: / 14. September 2017

      Es hat unglaublich viel Spaß gemacht in so einer Landschaft zu fotografieren, ich konnte meine Kamera garnicht mehr aus der Hand legen. Und die Bilder jetzt wieder anzugucken macht mich total glücklich 🙂

      Mittlerweile bin ich wieder zuhause und nach Vancouver hab ich es leider nicht geschafft. Aber es wird sicher nicht mein letztes Mal in Kanada gewesen sein und Vancouver werde ich dann definitiv bei meinem nächsten Besuch mit einplanen!

      Viele liebe Grüße – Mai

  3. Ulla sagt: / 14. September 2017

    Was für phantastische Bilder. Kanada steht ganz weit oben auf meiner Reisewunschliste

  4. Jacky N. sagt: / 14. September 2017

    Die Bilder sind unglaublich schön! Ich bin generell mehr der Fan davon sich Nationalparks und Natur allgemein anzusehen als von Städtetrips. Kanada und der Norden der USA stehen deshalb auch ganz weit oben auf meiner Travel-Wunschliste und gerade sind sie vielleicht noch ein kleines Stückchen höher gerutscht 😀

    Alles Liebe, Jacky N.
    vapaus

    1. Mai sagt: / 14. September 2017

      Ich gucke mir eigentlich auch gerne Städte an, aber nachdem ich 3 Wochen lang nur in der „Natur“ war hat sich das irgendwie geändert. Wir haben uns am letzten Tag noch Calgary angeguckt und ich war so traurig die Berge und das alles hinter mir zu lassen, dass ich gar keine Lust auf die Stadt hatte. Ich konnte mich nicht mal überwinden ein einziges Foto dort zu machen.

      Also Kanada kann ich dir auf jeden Fall empfehlen!